missio-Partnerin Schwester Mary John Mananzan kämpft auf den Philippinen für die Menschenrechte.

Mary John Mananzan wurde von philippinischen Regierungskreisen vor kurzem als "Terroristin" gebrandmarkt – und kämpft dennoch weiter für die Menschenrechte in ihrer Heimat. Sie kann einfach nicht anders: Sobald sie irgendwo Unrecht spürt, muss sich Schwester Mary John Mananzan zu Wort melden – auch mit 82 Jahren, unerschrocken und unermüdlich. Als vor kurzem die regierungskritische philippinische Journalistin Maria Ressa in einem Verleumdungsprozess verurteilt wurde, kritisierte die Missionsbenediktinerin die Entscheidung heftig.

Westafrika ist die Schwerpunktregion des diesjährigen Monats der Weltmission im Oktober 2020. Für die Ausgabe 5/2020 des missio magazins haben wir mit Bischof Oster, dessen Diözese Passau Gastgeber für den Höhepunkt und Abschluss am 25. Oktober ist, über seine Erfahrungen während der Delegationsreise nach Senegal gesprochen. Ein Experte für die Sahelzone und Entwicklungsminister Müller betrachten die Region von ihrer jeweiligen Warte aus. Natürlich stellen wir Ihnen unsere Gäste und einige der geplanten Aktivitäten vor. Nicht zuletzt begleiten wir Christian Selbherr und Barbara Brustlein auf ihren Reportagereisen nach Mali und Niger.

Father Furaha mit einem Mädchen in seinem Rehabilitationsprojekt "Simama". Foto: Friedrich Stark

"Simama" bedeutet auf Swaheli "Steh auf". Unter diesem Namen hat der Priester Furaha Ntsamayame im Jahr 2013 in Mbeya in Tansania ein Rehabilitationsprojekt für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gegründet. Damit will er ihnen und ihren Familien ein gleichberechtigtes Leben ermöglichen. Das Simama-Projekt ist Inspiration für das Virtual-Reality-Modul unserer interaktiven Ausstellung, in der Schüler in das Leben des tansanischen Jungen Geoffrey eintauchen, der nach einem Unfall gelähmt bleibt. Vor einem Jahr haben wir Father Furaha in Tansania besucht. Jetzt schildert er uns, wie hart die weltweite Corona-Pandemie die Familien trifft.

Nachhaltige Kautschuk-Produktion in Orlong Hada/Nordostindien. Foto: Friedrich Stark

Seit rund sieben Jahren ist missio München Teil des Netzwerks Global Compact der Vereinten Nationen. Diese Mitgliedschaft ist jetzt verlängert worden. Gemeinsames Ziel ist eine ökologischere und sozialere Globalisierung und damit eine nachhaltige Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen. Die Partner verpflichten sich, ihre Strategien und ihr Tun an den Nachhaltigkeitszielen des UN-Gremiums auszurichten.

missio München und wir von missio for life stehen gerade in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie Seite an Seite mit unseren Projekt-Partnern in Afrika, Asien und Ozeanien. "Mit großer Sorge beobachten wir die Auswirkungen der Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus in den Ländern des Südens und stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern", sagt missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Die derzeitige Situation ist auch in spiritueller Hinsicht eine Herausforderung, aber auch eine Chance! Wir wollen Euch Mut machen und Hoffnung schenken! Dafür bieten wir Euch hier Material für das Gebet zuhause.